Wurzelbehandlung

Wurzelspitzenresektion

Um die Wurzel richtig behandeln zu können, wird normalerweise erst ein Röntgenbild der entzündeten Wurzel gemacht.

Endodontie oder Wurzelbehandlung nennt man die therapeutischen Maßnahmen, die getroffen werden müssen, wenn Karies sich bis zur empfindlichen Zahnwurzel durchgefressen hat. Zähne haben zwischen ein und drei Wurzelkanäle, manchmal auch mehr, die sich bei Kariesbefall schnell entzünden. Solche Entzündungen führen in der Regel zu Eiterbildung, zu Schwellungen des Zahnfleischs und im schlimmsten Fall zu durch Eiter zerstörte Kieferknochen.

Bei einer Wurzelbehandlung werden zunächst der Eiter und der Kariesbefall entfernt, dann muss sich der betroffene Zahn erholen, der letzte Eiterrest muss raus. Erst wenn der Zahn vollständig gesund ist, kann die Wurzel behandelt und ggf. gefüllt werden. Danach wird der Zahn mit einer Füllung verschlossen.

Falls weiter Beschwerden bestehen, ist eine Wurzelspitzenresektion (WSR), also eine Kappung der Spitze der Zahnwurzel(n) erforderlich, da sich in deren Umgebung im Knochen eine Entzündung ausgebreitet hat. Mit der Entfernung der Entzündung in und um die Wurzelspitze bleibt im Konchen ein Defekt zurück, der sich wieder ohne die Entzündung regenerieren (auswachsen) kann. Mit Röntgenkontrollen nach 1/2 und 1 Jahr kann bei gutem Verlauf die Ausheilung durch Verknöcherung kontrolliert werden. Der Heilungsprozeß kann durch Mineralien für den Knochenaufbau, die sofort nach dem Eingriff in den Defekt eingebracht werden, deutlich verbessert werden. Diese Maßnahme (GBR = Guided Bone Regeneration) wird von den Kassen nicht bezahlt und ist deshalb eine private Individualleistung.

Ausheilung